Wir alle verwenden, mehr oder weniger, Whatsapp als wichtigste Instant Messaging-Anwendung. Tatsächlich hat diese App bis heute etwa 2.780 Millionen aktive Nutzer und tauscht täglich mehr als 100.000 Millionen Nachrichten aus.
Aber nutzen wir sie wirklich sicher, um unsere persönliche und berufliche Privatsphäre zu schützen?
In unserem heutigen TIPP möchten wir Ihnen einige Empfehlungen geben, die Sie bei der Verwendung dieser und anderer ähnlicher Anwendungen (z.B. Teams, Zoom, Telegram, Line, Viber usw.) berücksichtigen sollten:
- DNI, Reisepass oder ein gleichwertiges Ausweisdokument: Es ist eine zunehmend gängige Praxis, Fotos dieser Dokumente aus verschiedenen Gründen an verschiedene Empfänger zu senden, aber es ist auch eine hochriskante Gewohnheit für unsere Privatsphäre. Denn mit der bloßen Kopie dieser Dokumente könnte ein unbefugter Dritter über alle grundlegenden Informationen verfügen, die notwendig sind, um sich als unsere Identität auszugeben.
- Finanz- und Bankauszüge oder Informationen (einschließlich Einkommenssteuererklärungen, Gehaltsabrechnungen oder Rechnungen): Es ist nicht ratsam, diese vertraulichen Informationen auf diesem Wege zu übermitteln. Nicht, weil der Empfänger sie missbrauchen würde, sondern weil die Person, die sie anfordert, ein Cyberkrimineller sein könnte, der sich als unser Kontakt ausgegeben hat. Oder auch, weil unser Kontakt sein Mobiltelefon verlieren oder es gestohlen werden könnte, und damit auch die Informationen.
- Berufliche oder geschäftliche Informationen: Der Zweck dieser Anwendungen ist es, Unterhaltungen und direkte Verbindungen zwischen Benutzern zu erleichtern. Aber wir sollten die Chats dieser Anwendungen niemals als Ablage für Dokumente und relevante Informationen verwenden. Insbesondere wenn es sich um vertrauliche Informationen über unser Unternehmen, unsere Einrichtung oder Organisation handelt. Bei vertraulichen Daten ist es immer besser, sie per E-Mail oder über autorisierte Clouds zu versenden und eine Verschlüsselung durch Passwortzugriff/Lesen anzuwenden.
- Kompromittierende Fotos: Mit dem Einsatz neuer Technologien und insbesondere sozialer Netzwerke hat der Schutz unserer Privatsphäre an Bedeutung verloren. Es gibt jedoch Cyberangriffe, die als „Mann in der Mitte“ bekannt sind und darin bestehen, die Gespräche zweier Benutzer auszuspionieren und sich „in die Mitte“ dieser Kommunikation zu begeben, um in den Besitz aller ausgetauschten Informationen zu gelangen, einschließlich Fotos. Je intimer, privater oder vertraulicher ein Bild ist, desto größer ist das Interesse eines Cyberkriminellen, es zu stehlen und zu veröffentlichen oder an andere Kriminelle und Betrüger weiterzuverkaufen.
- Hoaxes oder Fake News und unethische Nachrichten, Videos oder Fotos: Das Versenden dieser Art von Dateien mit gewalttätigem, sexistischem, pornografischem oder unmoralischem Inhalt über eine Person, unabhängig davon, ob wir sie kennen oder nicht, bedeutet, dass wir zu Komplizen der Viralität dieser Nachricht werden. Wir erinnern Sie daher daran, dass die Verletzung der Privatsphäre oder der Moral einer Person (auch die bloße Weiterverbreitung einer erhaltenen Nachricht) eine Straftat ist, die strafrechtlich verfolgt werden kann.
Wir möchten Sie auch daran erinnern, dass wir dringend davon abraten, dieselben Informationen über Websites, Plattformen, Clouds und/oder andere unzuverlässige Mittel zu übermitteln. Denn wir können sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz alle angemessenen Sicherheits- und Datenschutzmaßnahmen ergreifen, aber sobald sie gesendet werden, verlieren wir die Kontrolle über diese Informationen.
WICHTIGER HINWEIS: Wenn wir auch nur den geringsten Verdacht haben, dass ein Cyberangriff unsere Sicherheit oder unseren Datenschutz beeinträchtigt haben könnte, empfehlen wir auf professioneller Ebene, die IT-Abteilung, den Sicherheitsmanager oder den direkten Vorgesetzten um Unterstützung zu bitten. Und auf persönlicher Ebene sollten Sie den Vorfall so schnell wie möglich der Polizei melden.
*Versanddatum: 05 Mai 2025

